Die Ernährung von Kindern ist unregelmäßig und unberechenbar, und oft ist es ein Problem, sie dazu zu bewegen, regelmäßig und gut zu essen. Dieser Umstand kann, in Verbindung mit ihrem schnellen Wachstum und ihrem hohen Nährstoffbedarf, zu verschiedenen Nährstoffmängeln führen. Viele Teenager ernähren sich schlecht - bei Jugendlichen sind Nährstoffmängel aufgrund der Ernährung weiter verbreitet als bei jeder anderen Altersgruppe. Der Mikronährstoffbedarf von Jugendlichen ist ausserordentlich hoch - insbesondere während des rasanten Wachstums in der frühen Pubertät - und doch ist bei Teenagern unzureichend mikronährstoffhaltige Ernährung weiter verbreitet als in jeder anderen Altersgruppe. Die Nährstoffe, an denen es am häufigsten mangelt, sind die B-Vitamine (insbesondere Vitamin B6 und Folsäure), Vitamin C, und die Mineralien Zink und Calcium.
60 pflanzliche Kapseln zu je 380 mg - Gesamtgewicht 22,8 g
Täglich 2 x 1 Kapsel mit einem Glas Wasser zu einer Mahlzeit, in Situationen erhöhten Bedarfs auch mehr.
Die Ernährung sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein, denn der Körper braucht Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Vitalstoffe zur Erhaltung seiner Leistungsfähigkeit und Abwehrkraft. Da unser Körper die meisten dieser Vitalstoffe nicht selbst herstellen kann, müssen sie mit der täglichen Nahrung oder als gezielte Nahrungsergänzung aufgenommen werden.
Nahrungsergänzungsmittel sollen nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung dienen, sind aber als Ergänzung sinnvoll. Die empfohlene Tagesdosis soll nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite kleiner Kinder sowie kühl und gut verschlossen aufbewahren.

Für Vegetarier geeignet. Frei von Gluten. Ohne Milchzucker. Hydroxypropylmethylcellulose (Kapselhülle), Magnesiumoxid, Reismehl (Füllstoff), Ascorbinsäure, Calciumcarbonat, Niacinamid, D-Alpha-Tocopherol, Calciumpantothenat, Mangangluconat, Colecalciferol, Zinkgluconat, Thiamin HCl, Riboflavin, Cyanocobalamin, Pyridoxin HCl, Folsäure, Biotin,
| Inhaltsstoff | Pro Kapsel | Pro Tagesverzehr |
|---|---|---|
| Biotin | 20 mcg | 40 mcg = 26,6%* |
| Calciumcarbonat | 30 mg | 60 mg = 7,6%* |
| Folsäure | 200 mcg | 400 mcg = 200%* |
| Magnesiumoxid | 100 mg | 200 mg = 66,6%* |
| Mangan | 500 mcg | 1000 mcg |
| Vitamin B1 | 1 mg | 2 mg = 142,8%* |
| Vitamin B12 | 0,5 mcg | 1 mcg = 100%* |
| Vitamin B2 | 1 mg | 2 mg = 125%* |
| Vitamin B3 | 12 mg | 24 mg = 133,4%* |
| Vitamin B5 | 4 mg | 8 mg = 133,4%* |
| Vitamin B6 | 700 mcg | 1400 mcg = 70%* |
| Vitamin C | 60 mg | 120 mg = 200%* |
| Vitamin D3 | 2,5 mcg | 5 mcg = 100%* |
| Vitamin E | 8 mg | 16 mg = 160%* |
| Zink | 3 mg | 6 mg = 40%* |
* % RDA = Prozentanteil an der empfohlenen Tagesdosis
Biotin, das auch als Vitamin H bezeichnet wird, zählt zu den wasserlöslichen B-Vitaminen. Es wurde1936 aus Eigelb isoliert und 1942 erzeugte man bei einer Gruppe von Freiwilligen Biotin-Mangel, der zu Hautveränderungen, Muskelschmerzen und Depressionen führte. Nach Gabe von 150 Mikrogramm Biotin verschwanden die Symptome. Bis heute kennt man neun Enzyme, die von Biotin abhängen, und die am Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt sind. Rohe Eier enthalten Avidin, das die Aufnahme des Biotins verhindert. Biotin ist wichtig für das Wachstum, für die Erhaltung von Blutzellen und Nervengewebe. Wegen seiner Bedeutung für die Talgdrüsen und somit für Haut und Haare, findet man es häufig in Kosmetika. Biotin ist wirksamer, wenn es zusammen mit Vitamin B2, B6 Niacin und A aufgenommen wird.
Auswirkungen von Biotin-Mangel:
Erhöhter Bedarf bei: Haut-, Haar- und Nagelerkrankungen, Diabetes, Schwangerschaft und Stillzeit, Magen-Darm-Erkrankungen, Medikamenteneinnahme (Antiepileptika, Antibiotika, Chemotherapeutika, Sulfonamide), Ekzemen, Erschöpfungszuständen, Depressionen, Beeinträchtigung des Fettstoffwechsels, Magersucht
Welche Funktionen erfüllt Biotin im Körper?
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Paul Mohr: Gesund durch Nahrungsergänzungsmittel, Oesch Verlag 2004
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Der menschliche Körper enthält von allen Mineralien am meisten Calcium. Zwei bis drei Pfund davon beherbergt er, und ein Großteil steckt in Knochen und Zähnen. 20 Prozent des Knochencalciums eines Erwachsenen werden jährlich ersetzt, es bilden sich neue Knochenzellen, während alte absterben. Kalzium und Phosphor wirken zusammen und sorgen für gesunde Knochen und Zähne. Calcium und Magnesium sorgen zusammen für gesunde Herzgefäße. Damit Calcium aufgenommen werden kann, braucht der Organismus ausreichend Vitamin D. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse reguliert den Einbau und die Freisetzung aus den Knochen. Calcium wird vor allem im Dünndarm aufgenommen. Die Aufnahme verschlechtert sich durch Kaffee, Kochsalz, Alkohol, Oxalsäure (in Rhabarber, Mangold, Spinat, Kakao) oder Phytinsäure (in Frischgetreide). Die Calciumverwertung kann durch Bewegung verbessert werden.
Nach Erhebungen in deutschen und schweizerischen Haushalten erreicht ein Großteil der Bevölkerung nicht die Zufuhrempfehlungen von 1000 mg täglich, insbesondere Senioren.
Auswirkungen von Calciummangel
Erhöhter Bedarf: Bei hohem Eiweißanteil in der Nahrung (über 20 % ) steigen die Calciumverluste. Die dadurch verursachte Übersäuerung gleicht der Körper durch Kalzium aus. Darmerkrankungen und Gallensekretionsstörungen können die Calciumresorption im Darm behindern. Langzeiteinnahme von Medikamenten, welche die Calciumaufnahme behindern, wie Antacida, Abführ- und Entwässerungsmittel (Diuretika) führen zu Mehrbedarf. Weitere Ursachen für Mehrverbrauch: Vitamin-D-Mangel, wenig Bewegung, mangelnde Magensäure, Überschuss an Phosphor (Cola, Käse, Wurst...), hoher Kaffeekonsum und Stress.
Welche Funktionen erfüllt Calcium im Körper?
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Paul Mohr: Gesund durch Nahrungsergänzungsmittel, Oesch Verlag 2004
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissenschaftl. Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2008
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine große Gruppe von Substanzen. Es gibt etwa 100 verschiedene Folsäure-aktive Stoffe. Man nennt sie Folate. Die in Lebensmitteln vorkommenden Folate zählen zu den instabilen Vitameren. Sie sind insgesamt lichtempfindlich und reagieren extrem empfindlich gegenüber Sauerstoff und Hitze.
Folsäure ist überwiegend in Blattgemüse und in Rinder-, Schweine- und Kalbsleber enthalten. Im Gemüse finden sich besonders hohe Konzentrationen in Bohnen, Kopfsalat, Spargel, Spinat und Weißkohl. Aus ernährungsphysiologischer Sicht spielt die Menge der vorhandener Folate eher eine untergeordnete Rolle. Entscheidend über die Bioverfügbarkeit ist die Form der vorliegenden Folate. In Lebensmitteln liegen Folate aus ernähungsphysiologischer Sicht in zwei Formen vor: in Folsäure-Mono- oder -Poly-Glutamaten. Monoglutamate werden auch als freie Folsäure bezeichnet. Die Aufnahmefähigkeit ist bei freier Folsäure weitaus höher, als bei den Polyglutamaten. Entscheidend über die Bioverfügbarkeit ist auch die Zubereitung der Lebensmittel. Durch das Zerkleinern von rohem Gemüse werden Folate der Zellen freigesetzt. Dadurch können sie mit gewebseigenen Enzymen so verändert werden, dass sich ihre Bioverfügbarkeit verbessert. Auf Grund der hohen Hitzeempfindlichkeit der Folate haben gegarte Lebensmittel eine verminderte Bioverfügbarkeit des Vitamins.
Stoffwechsel
Folate müssen eine bestimmte Struktur aufweisen, um vom Dünndarm aufgenommen werden zu können. Während Folsäuremonoglutamat (Moleküle mit nur einem Aminosäurerest, dem Glutamylrest) weitgehend ohne Umwege resorbiert werden können, müssen die Folsäurepolyglutamate (Moleküle mit mehreren Glutamylresten) vor der Resorption gespalten werden. Diese "Vorbereitung" zur Resorption ist aber nur bedingt möglich, d.h. es können nicht alle, bis zu acht Glutamylreste abgespalten werden. Dadurch ist die Aufnahme von Folsäurepolyglutamaten sehr begrenzt.
Gespeichert wird das Vitamin zum größten Teil in der Leber. Die Speicherdauer ist aber nur sehr kurz. Schon nach ca. vier Wochen folatfreier Ernährung sind die Speicher weitgehend erschöpft.
Mangelsymptome
Erste Symptome eines Folsäuremangels sind Veränderungen der Zellteilung - eine Störung der DNS Synthese. Auch Magen- und Darmschleimhautveränderungen können auftreten. In Folge dieser Veränderungen kommt es zu Durchfällen und einer negativ beeinflussten Aufnahme der Nährstoffe. Meist zeigt sich ein Folsäuremangel aber durch:
Aufgaben
Folsäure wirkt vorwiegend als Coenzym. Es ist am Stoffwechsel von Proteinen und Nukleinsäuren (DNS) beteiligt. Die Beteiligung an der Synthese zu einem Vorstufenprodukt der DNS gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Vitamins. Bei einigen Reaktionen im Stoffwechsel ist Folsäure auf die Anwesenheit von Cobalamin angewiesen. Ist Cobalamin nicht in ausreichenden Mengen vorhanden, kommt es zu indirekten Mangelerscheinungen an Folsäure.
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Paul Mohr: Gesund durch Nahrungsergänzungsmittel, Oesch Verlag 2004
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
E. Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag 1995
Magnesium ist wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Als Bestandteil vieler Enzyme ermöglicht es grundlegende Stoffwechselvorgänge wie die Nutzung von Fetten und Kohlenhydraten. Es beeinflusst Nervenreize und Muskelbewegungen - dabei wirkt es oft als Gegenspieler des Mineralstoffs Kalzium. Auch die Durchlässigkeit und Stabilität der Zellwände wird durch Magnesium geregelt.
Die Beschwerden bei Magnesiummangel treten meist auf, bevor der Mangel durch eine Laboruntersuchung nachweisbar ist; häufig kommt es zu Muskelkrämpfen und Verspannungen. Möglich sind auch Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg und Gefäßkrämpfe sowie Magen-Darm-Krämpfe und Verstopfung. Psychische Veränderungen wie depressive Verstimmungen, Erschöpfungszustände und Schwindel können ebenfalls Ausdruck eines Magnesiummangels sein. In der Schwangerschaft begünstigt Magnesiummangel das vorzeitige Einsetzen der Wehen.
Magnesiummangel entsteht einerseits bei Mangelernährung und Aufnahmestörungen, andererseits durch einen erhöhten Verbrauch. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium besteht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Leistungssportlern, in Stresszeiten, bei Herzerkrankungen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes sowie bei übermäßigem Alkoholkonsum.
Magnesium wird in der Medizin bei Störungen der Muskelfunktion angewendet, sofern diese auf Magnesiummangel beruhen. Es verbessert die Funktion des Herzmuskels und entspannt die Blutgefäße.
Mangan ist ein Spurenelement und gehört als solches zu denjenigen, die neben Magnesium, Kalzium, Zink und Chrom am häufigsten fehlen. Der Bestand im Körper beträgt nur 10 – 20 mg. Mangan ist Bestandteil wichtiger Enzymsysteme im Kohlenhydrat- Fett- und Protein-Stoffwechsel. Als Cofaktor der Superoxiddismutase (SOD) schützt es die Mitochondrienmembran in den Zellen vor oxidativer Zerstörung durch freie Radikale und sichert so die Energiebereitstellung in den Zellen. Es hilft in einem anderen Enzymsystem (Pyruvat-Carboxylase) auch bei der Energiespeicherung. Im Enzym Arginase wirkt es bei der Ammoniak-Entgiftung mit.
Die manganabhängige Glycosyltransferase ist an der körpereigenen Herstellung von Proteoglykanen des Knorpel- und Knochengewebes beteiligt.
Mangan unterstützt Biotin im Kohlenhydratstoffwechsel.
Bei Epilepsie sind niedrige Manganwerte in Blut und Haar häufig.
Earl Mindell empfiehlt in seinem Buch „Die neue Vitaminbibel auf Seite 143:“ Wenn Sie unter häufig wiederkehrenden Schwindelanfällen leiden, versuchen Sie mehr Mangan mit der Nahrung aufzunehmen. Ich rate vergesslichen Leuten oder generell Menschen mit Gedächtnisproblemen, auf eine ausreichende Zufuhr von Mangan zu achten.
Wer viel Milch trinkt und Fleisch isst, braucht auch mehr Mangan.“
Auswirkungen von Mangan-Mangel:
Erhöhter Bedarf bei: Hohem Konsum von Süßigkeiten, Weißmehlprodukten un phosphathaltigen Nahrungsmitteln, Alkoholismus, hoher oxidativer Belastung (z.B. Rauchen), hoher Calcium-, Eisen-, Zink- und Phosphat-Aufnahme, Schwermetallbelastung, Enzymdefekten (Phenylketonurie ...), Langzeitmedikation mit bestimmten Psychopharmaka, Asthma, Osteoporose, Arthrose, Diabetes, Epilepsie, Menstruationsbeschwerden, Schizophrenie, Wachstumsstörungen, motorischen Bewegungsstörungen, Rücken- und Bandscheiben-Beschwerden
Welche Funktionen erfüllt Mangan im Körper?
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
E. Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag 1995
Bereits 1630 wurden die Symptome der später Beri-Beri benannten Krankheit klar beschrieben, die in Ostasien und Japan viele Tausend Tote forderte. Doch erst 250 Jahre später erkannte man den Zusammenhang mit dem Verzehr polierten Reises als Hauptnahrungsquelle (Thiamin ist konzentriert in Reisschalen enthalten). 1936 konnte man das Vitamin aus den Reisschalen isolieren und seine Struktur aufklären. Ein latenter Vitamin B1-Mangel ist auch heute noch häufig anzutreffen.
Wie alle Vitamine der B-Gruppe ist auch das Thiamin wasserlöslich und wird im Körper nur in der geringen Menge von 30 mg gespeichert, so dass es möglichst täglich zugeführt werden sollte. Es ist wesentlich am Energiestoffwechsel beteiligt, wobei in Mangelsituationen besonders der Kohlenhydratstoffwechsel in Mitleidenschaft gezogen wird. Der früher gebräuchliche Name Aneurin hebt auf seine Bedeutung für das Nervensystem ab .Die B-Vitamine werden auch als Anti-Stress-Vitamine bezeichnet.
Thiamin wird für die Synthese des Neurotransmitters Acetylcholin benötigt, für Nervenstoffwechsel und Erhalt des Nervengewebes, für den Herzmuskel und normales Körperwachstum. Es ist an der Reizleitung und –übertragung von Nervenimpulsen sowie am Neurotransmitterstoffwechsel beteiligt.
Der Bedarf steigt bei Krankheit, Stress und nach Operationen. Man nennt B1 auch das „Stimmungsvitamin“, weil es einen guten Einfluss auf Nervensystem und psychische Verfassung hat .Im Übrigen wirkt es leicht harntreibend.
Thiamin geht bei der Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln rasch verloren. Beim Kochen von Gemüse können zwei Drittel zerstört werden.
In einer Untersuchung wurde bei einer großen Anzahl von Alzheimer-Patienten Thiaminmangel festgestellt!
Auswirkungen von Vitamin B1-Mangel:
Erhöhter Bedarf bei: Fieber, Stress, Verbrennungen, intensivem Sport, Schilddrüsenüberfunktion, Lebererkrankungen, Schwangerschaft, Stillen, Wachstum, Alter, Folsäuremangel (schlechtere Aufnahme!), hohem Alkoholkonsum, reichlichem Kaffee- oder Schwarzteegenuß, Medikamenten (Pille, Antacida, Neoroleptika, Digoxin, Antiepileptika) Verdauungsstörungen, Diabetes, schwerer körperlicher Arbeit, Magnesiummangel, Krebs, Malaria, reichlichem Weißmehl- und Süßigkeitenverzehr, Alzheimer, Multipler Sklerose, Nervenentzündungen, Depressionen, entzündlichen Darmerkrankungen...
Welche Funktionen erfüllt Vitamin B1 im Körper?
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Paul Mohr: Gesund durch Nahrungsergänzungsmittel, Oesch Verlag 2004
Vitamin B12 ist das einzige Vitamin mit einem Mineralstoff (Kobalt). Seine Biosynthese kann nur von Mikroorganismen und nicht von höheren Pflanzen oder Tieren durchgeführt werden. Ein Protein (Intrinsic-Faktor), das im Magen ausgeschieden wird, geht eine Verbindung mit dem Vitamin B12 aus der Nahrung ein und ist wichtig für seine Resorption. Außerdem muss es dabei mit Calcium zusammenkommen, damit der Organismus es richtig verwerten kann. Eine gut funktionierende Schilddrüse hilft bei der Aufnahme dieses Vitamins.
Bei einer Ernährung mit wenig Vitamin B1 und viel Folsäure (Vegetarier) kommt es häufig zu einem Vitamin-B12-Mangel.. Unser Körper speichert 2 – 5 mg Vitamin B12, davon das Meiste in der Leber. Ein Mangel macht sich erst nach längerer Zeit bemerkbar und betrifft vor allem ältere Menschen, die weniger Intrinsic-Faktor produzieren und damit weniger Cobalamin aufnehmen. Die perniziöse Anämie bricht aus, wenn 80 bis 90 Prozent der Vorräte an Vitamin B12 im Körper verbraucht sind.
Vitamin B12 wirkt als Cofaktor von Enzymen in den Mitochondrien der Zellen. Es hat wie die Folsäure einen großen Einfluss auf alle Wachstums- und Zellteilungsvorgänge. Beide Vitamine ergänzen sich in vielen Funktionen, wie z.B. der Entgiftung von Homocystein.
Auswirkungen von Vitamin B12 – Mangel:
Erhöhter Bedarf bei: Allergien, Appetitlosigkeit, Arteriosklerose, Störungen des Nervensystems, psychischen Störungen, Krebs, erhöhtem Stress, nach Infektionen, nach Operationen, bei chronischen Erkrankungen, Rauchen, Alkoholkonsum, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Einnahme der Pille, Östrogenen, L-Dopa, Penicillaminen, Schlaftabletten, Lebererkrankungen, Multipler Sklerose, Schwangerschaft und Stillzeit, Wachstumszeit, vegetarischer Ernährung, Osteoporose
Welche Funktionen erfüllt Vitamin B12 im Körper?
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Erstmals wurde Riboflavin 1935 aus Hefe und Molke isoliert, wobei die stark gelbe Farbe auffällt. Den höchsten Gehalt finden wir in der Leber. B2 gehört zu den Coenzymen (Flavine), die wesentlich am Zellstoffwechsel von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten beteiligt sind. Es kommt insbesondere in Zellen mit hoher Stoffwechselaktivität vor. Es beeinflusst ebenso den Stoffwechsel anderer Vitamine. In den westlichen Industriestaaten finden wir selten einen manifesten Mangel, dafür um so häufiger eine latente Unterversorgung, speziell bei Senioren, Alkoholismus, Darmentzündungen und Diabetes.
Anders als Thiamin wird Riboflavin nicht durch Hitze, Oxidation oder Säure zerstört, dafür jedoch sehr schnell durch Lichteinwirkung. Bei Stress ist der Bedarf höher. Es wirkt am besten, wenn es mit den anderen B-Vitaminen in einem augewogenen Verhältnis aufgenommen wird.
Da Vitamin B2 für die Aktivierung von Vitamin B6 und die Umwandlung der Aminosäure Tryptophan zu Niacin unentbehrlich ist, kann Riboflavinmangel auch Mangelsymptome für diese Vitamine hervorrufen.
Es unterstützt die Leber bei der Entgiftung von Chemikalien und wirkt sich günstig auf die Beschaffenheit von Haut und Schleimhäuten aus.
Es ist wichtig für die Immunabwehr und sorgt im Auge für Lichtschutz gegen UV-Licht.
Burgerstein schreibt in seinem „Handbuch für Orthomolekulare Medizin auf Seite 96: „ Migräne: 400 mg Vitamin B2/Tag zeigten sich in einer 3 Monate dauernden Studie gegenüber Placebo als hochwirksam gegen Migräne. Es sind auch bei diesen hohen Dosierungen keine ernsthaften Nebenwirkungen beobachtet worden“ .
Auswirkungen von Vitamin-B2-Mangel:
Erhöhter Bedarf bei: Wachstum (in Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Jugend), Störungen der Verdauungswege (Reizdarm, Durchfall...), hohem Alkoholkonsum, Erkrankungen, Verletzungen und Verbrennungen, Medikamenteneinnahme ( Pille, Antibiotika, Beruhigungsmittel, Sulfonamide, Antidepressiva, Antiepileptika, Zytostatika...), Operation, chronischen Krankheiten, Schilddrüsenunterfunktion, Hautkrankheiten, Diabetes...
Welche Funktionen erfüllt Riboflavin im Körper?
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Niacin gehört zu den B-Vitaminen, es kommt als Nikotinsäure und als Nicotinsäureamid vor. Mit Hilfe der Aminosäure Tryptophan kann es der Körper auch selbst bilden, jedoch nur, wenn genügend Vitamin B1, B2 und B6 vorhanden sind. Aus 60 mg Tryptophan synthetisiert der Organismus 1 mg Niacin.
Das klassische Bild des Vitamin-B3-Mangels ist die Pellagra mit Hautentzündungen, Pigmentierung, Entzündungen der Zunge, brennenden Händen und/oder Füßen, Durchfällen, Erbrechen sowie Nervenstörungen (Demenz, Verwirrung, Hallizunationen). Noch 1930 wurden in den USA ca. 250 000 Erkrankungen und mehr als 7000 Todesfälle beschrieben. Meist war die einseitige Ernährung mit Mais die Ursache.
Niacin bildet im Körper die Coenzyme NAD und NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid), die an mindestens 200 Enzym-Reaktionen beteiligt sind. Niacin spielt daher eine wesentliche Rolle im Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. Es ist auch für die Blutzuckerregulierung und für das antioxidative Schutzsystem von großer Bedeutung. Darüber hinaus ist Vitamin B3 an der DNA-Synthese und ihrer Reparatur sowie an der Myelinsynthese der Nervenscheiden beteiligt. Gewebe mit hohem Stoffwechsel wie Herz, Leber, Nieren, Immunzellen und Fortpflanzungsorgane sind besonders reich an Niacin.Es ist wichtig für Haut, Schleimhäute und Nerven,. In der orthomolekularen Medizin werden höhere Dosierungen an Niacin besonders zur Behandlung psychischer Störungen (Depressionen, Demenz, Schizophrenie) eingesetzt. Es gibt inzwischen auch viele Hinweise für einen günstigen Einfluss auf die Herzfunktionen.
In hohen Dosierungen wirkt Nicotinsäure – nicht aber Nicotinamid – hautgefäßerweiternd, es kann zu Hitzewallungen und Hautjucken kommen. Diesem Effekt wirkt man entgegen, indem man Vitamin B3 erst nach dem Essen mit einem Glas Wasser nimmt oder auch vorübergehend die Dosis reduziert oder Niacinamid nimmt.
Auswirkungen von Niacinmangel:
Welche Funktionen erfüllt Niacin im Körper?
Erhöhter Bedarf bei: hohem Alkoholkonsum, Infektionen , Mangel anderer B-Vitamine, Einnahme von Medikamenten (Antidiabetika, Betablocker, Isiniacid,Pargylin...), chronischen Krankheiten des Verdauungssystems, Tumorerkrankungen , Lichtempfindlichkeit, entzündlichen Erkrankungen ...
Literatur:
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2008
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
Pantothensäure gehört zu den B-Vitaminen und wird auch als Vitamin B5 bezeichnet. Wie die meisten wasserlöslichen Vitamine ist es Bestandteil eines Coenzyms, nämlich Coenzym A. Als solcher spielt sie eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel. Pantothensäure ist am Abbau von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten beteiligt, wie auch an der Biosynthese von Fettsäuren, Steroiden (Vitamin D, Cholesterin, Nebennieren- und Sexualhormonen), des Hämoglobins und der Neurotransmitter Acetylcholin und Taurin . Beim Fettsäuretransport und bei der Fettverbrennung arbeitet sie zusammen mit Coenzym Q10 und L-Carnitin.
Im Tierversuch konnte gezeigt werden, dass das Fehlen von Vitamin B5 Störungen des Wachstums hervorruft, ebenso neurologische Störungen, Veränderungen des Blutbilds und Störungen der Fruchtbarkeit. Einen günstigen Einfluss hat Pantothensäure auf krankhafte Veränderungen von Haut und Schleimhäuten.
Vitamin B5 hilft beim Zellaufbau, sorgt für normales Wachstum und für die Entwicklung des zentralen Nervensystems. Es ist auch wesentlich für das richtige Funktionieren der Nebennieren und notwendig für die Herstellung der Antikörper.
Pantothensäure verringert die nachteiligen Wirkungen vieler Antibiotika und senkt die Blutfettwerte.
Auswirkungen von Pantothensäuremangel:
Welche Funktionen erfüllt Pantothensäure im Körper?
Erhöhter Bedarf bei: Chronischen Entzündungen, Müdigkeit, Colitis, Arthritis, Fettstoffwechselstörungen, chronischen Lebererkrankungen , Schleimhautentzündungen, Akne, hohem Alkoholkonsum und radikalen Diätkuren
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Uwe Gröber: Oerthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Vitamin B6 ist eine Gruppe von Substanzen- Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin- die in enger Verbindung zueinander stehen und zusammenwirken. Sie werden im Körper zu ihrer aktiven Form als Coenzym umgeformt, das bei mehr als 100 Stoffwechselvorgängen mitwirkt. Die Aktivierung ist abhängig von genügend Zink und Vitamin B2. Vitamin B6 wird gebraucht für die Produktion von Salzsäure und für die Aufnahme von Vitamin B12. Es hilft ebenso bei der Umwandlung der Aminosäure Tryptophan in Niacin und Serotonin. In Verbindung mit Folsäure vermag es Homocystein abzubauen.
Die Vitamin-B6 Speicher im gesamten Körper umfassen nur 150 mg, daher muss es täglich aufgenommen werden.
Vitamin B6 ist unentbehrlich für den Protein-Stoffwechsel und die Biosynthese von Neurotransmittern (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Gamma-Amino-Buttersäure). Es erfüllt wichtige Aufgaben bei der Synthese von Hämoglobin, im Homocystein-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, sowie bei der Aufrechterhaltung eines intakten Immunsystems. Es wird zudem gebraucht für den Aufbau der Myelinscheiden.
Auswirkungen von Vitamin B6- Mangel:
Erhöhter Bedarf bei: Verdauungsstörungen, chronischen Erkrankungen, Darmkrankheiten, prämenstruellem Syndrom, Lebererkrankungen, proteinreicher Ernährung, Kraftsport, während Schwangerschaft und Stillzeit, in Kindheit, Jugend und hohem Alter, Medkamenten ( Östrogenen, Pille, Penicillin, L-Dopa, Antiepileptika ), bei Rauchen, Alkohol und Kaffee-Genuss in größeren Mengen.
Welche Funktionen erfüllt Vitamin B6 im Körper?
Literatur:
Klaus Mohr: Gesund durch Nahrungsergänzungsmittel, Oesch Verlag 2004
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Uwe Gröber: Othomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin , das die meisten Tierarten selbst aus Glucose herstellen können. Der Mensch, Affen und Meerschweinchen haben diese Fähigkeit verloren. Man vermutet, dass vor 60 Millionen Jahren ein „Vorgänger der Primaten“ die Fähigkeit durch Genmutation verlor, das Enzym Gulonolacton-Oxydase herzustellen, welches die Leber zur Produktion von Vitamin C braucht. Dr. Burgerstein schreibt dazu in seinem „Handbuch Nährstoffe“: „ Der angeborene Vitamin-C-Mangel des Menschen ist also ursprünglich kein Ernährungsmangel, sondern eine Enzymmangel-Krankheit, die nicht allein durch das in der Nahrung vorhandene Vitamin C ausgeglichen werden kann. Ohne zusätzliche Vitamin-C-Einnahme entsteht ein Zustand, der auch subklinischer Skorbut genannt wird“.
Auswirkungen von Vitamin-C-Mangel
Erhöhter Bedarf: Bei Stress, chronischen Krankheiten und regelmäßiger Medikamenteneinnahme, im Wachstum und Alter und beim Rauchen.
Welche Funktionen erfüllt Ascorbinsäure im Körper?
Literatur:
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag 1995
Paul Mohr: Gesund durch Nahrungsergänzungsmittel, Oesch Verlag 2004
Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Der Name wird für eine Gruppe verwandter Verbindungen verwendet, wobei Vitamin D3 – Cholecalciferol - die Form ist, die unsere Haut mit Hilfe des Sonnenlichtes aus Cholesterin herstellt. Nach der Aufnahme aus Nahrungsmitteln oder der Synthese in der Haut wird das Vitamin in der Leber in eine Speicherform umgewandelt. Bei Bedarf verwandelt es die Niere in seine aktive Form. Für einen optimalen Vitamin-D-Status ist die gute Funktion von Leber und Niere Vorbedingung.
Nach neueren Studien ist Vitamin D3 signifikant besser bioverfügbar und wirksamer als das preisgünstiger herstellbare D2, das gern bei der Anreicherung von Nahrungsmitteln mit Vitaminen eingesetzt wird. Vitamin D3 führt zu fast doppelt so hohen Blutspiegeln wie D2.
Auswirkungen von Vitamin-D-Mangel
Welche Funktionen erfüllt Vitamin D im Körper?
Erhöhter Bedarf bei: Chronische Leber- und Gallenblasenerkrankungen und andere Störungen der Verdauungsorgane, bei denen Fett schlecht absorbiert wird, vermindern die Aufnahme und Speicherung von Vitamin D. Bei Menschen mit Nierenproblemen ist die Umwandlung in aktives Vitamin D stark reduziert.
Ältere Menschen stellen durch Sonneneinwirkung kaum ein Drittel soviel Vitamin D her wie junge Menschen, auch leidet die Fähigkeit ihrer Nieren, daraus die aktive Form zu gewinnen.
Sonnenschutzmittel ab Schutzfaktor 8 verhindern die Synthese von Vitamin D in der Haut völlig! Im Winter besteht auf der Nordhalbkugel mit geringer Sonneneinstrahlung die Gefahr eines Vitamin-D-Mangels.
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissenschaftl. Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2008
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Als Vitamin E bezeichnet man eine Gruppe verwandter Molekül-Verbindungen, die eine unterschiedlich große Vitamin- E-Aktivität besitzen. Am aktivsten ist Alpha-Tocopherol. Das natürliche Vitamin e (d-Alpha-Tocopherol) zeichnet sich durch eine zwei- bis dreimal so hohe biologische Aktivität aus wie das synthetische dl-Alpha-Tocopherol.
Vitamin E ist Bestandteil aller biologischen Membranen und ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans im Körper. Vitamin E verbraucht sich bei Reaktionen mit freien Radikalen und kann durch Vitamin C regeneriert werden. Es verhindert die Oxidation von Fetten ebenso wie die von Vitamin A und C, von Selen und zwei Schwefelaminosäuren. Außerdem steigert es die Wirksamkeit von Vitamin A. Innerhalb der Zellen hilft Vitamin E vermutlich auch die Enzyme zu regulieren .
1 mg Alpha-Tocopherol entspricht 1,49 Internationalen Einheiten (I.E.). Dieses Vitamin wird gespeichert in Leber, Fettgewebe, Herz, Muskeln, Hoden, Gebärmutter, Blut, Nebennieren und Hirnanhangdrüse. Anders als andere fettlösliche Vitamine wird Vitamin E nur kurze Zeit im Körper gespeichert, vergleichbar mit den wasserlöslichen Vitaminen C und B. Präparate mit 25 Mikrogramm Selen pro 200 I.E. Synthetisch hergestelltem Vitamin E steigern die Wirkung des Vitamins.
Auswirkungen von Vitamin-E-Mangel:
Erhöhter Bedarf bei: Störungen der Fettaufnahme, erhöhtem oxidativen Stress ( Leistungssport, Rauchen, Alkohol), schlechter Versorgung mit Vitamin C und/oder Selen, Umweltbelastungen durch Luft- und Wasserverschmutzung, durch Pestizide und chemische Zusätze in Lebensmitteln, durch Strahlungen und viele andere Stressfaktoren des modernen Lebens. Der Bedarf nimmt mit der Menge der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu . Außerdem ist die moderne Kost mit hohem Fertgproduktanteil Vitamin-E arm. Auch bei Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Grauem und Grünem Star und entzündlichen Krankheiten wird mehr Vitamin E verbraucht.
Welche Funktionen erfüllt Vitamin E im Körper?
Literatur:
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Neben Eisen ist Zink mengenmäßig das zweithäufigste Spurenelement im Organismus. Ein Erwachsener besitzt 2 bis 3 Gramm Zink, das vor allem in Hoden, Knochen, Muskeln, Ovarien, Prostata, Haaren, Augen und in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse in hoher Konzentration vorkommt. Es ist in allen Körperzellen vorhanden. Auch für den normalen Ablauf einer Schwangerschaft wird es benötigt, für das Wachstum und die Übertragung des genetischen Materials. Es gibt kaum ein wichtiges Krankheitsbild, an dem Störungen des Zink-Haushalts nicht entscheidend beteiligt sind. Zink ist Bestandteil von mehr als 300 Enzymen, die an allen wichtigen Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt sind. Es strukturiert Knochen und Zellmembranen. Zudem reguliert es den Stoffwechsel von Vitamin A und von einigen wichtigen Hormonen (Schilddrüsen-, Sexual- und Wachstumshormone).Zink ist ein wichtiges Antioxidans, ohne das das Immunsystem nicht richtig funktioniert. Es ist ebenso ein bedeutender Schwermetall-Gegenspieler. Ohne genügend Zink sind psychische Erkrankungen, ein gestörter Säure-Basen-Haushalt und Entzündungen vorprogrammiert. Neuere Studien deuten auf die Wichtigkeit des Elements für die Gehirnfunktion und für die Behandlung von Schizophrenie. Vieles spricht dafür, dass Zink für die Synthese der DNS notwendig ist. Bei übermäßigem Schwitzen kann der Körper bis zu 3 mg Zink täglich verlieren.
Das meiste Zink in den Nahrungsmitteln geht bei deren Verarbeitung verloren, oft ist auch wegen nährstoffarmer Böden zu wenig vorhanden.
Zink wirkt am besten zusammen mit Vitamin A, Kalzium und Phosphor.. Es steigert den Proteinumsatz im Körper, was wichtig für alle Zellteilungs- und Wachstumsvorgänge ist. Von Zinkmangel sind daher besonders Zellsysteme mit hoher Zellteilung wie Haut, Schleimhäute und Immunsystem betroffen. Ohne Zink ist weder Wachstum noch Fortpflanzung oder Immunreaktion möglich. Aus der Nahrung werden nur 10 % des aufgenommenen Zinks resorbiert, der Rest wird ausgeschieden.
Auswirkungen von Zinkmangel:
Erhöhter Bedarf bei: Entzündlichen Darmerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit, Leistungssport, Diabetes, Infektionen, Operationen, Verbrennungen, Herzinfarkt, entzündlichen rheumatischen Erkrankungen, Krebs, Blutarmut, chronischen Schwermetallvergiftungen, hoher Alkoholkonsum, Reduktionsdiäten, Langzeiteinnahme verschiedener Medikamente wie ACE-Hemmer, Antacida, Ciclosporin A, Diuretika, DMPS, EDTA, Ethambutol, Glucocorticoide, „Pille“, Lipidsenker, Chemo-/Strahlentherapie, Tetracycline...
Welche Funktionen erfüllt Zink im Körper?
Literatur:
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Dietl/Ohlenschläger: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Haug Verlag 2001
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne 2007
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2008
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