
Ornithin ist eng verwandt mit der Aminosäure Arginin, welches aus Ornithin gebildet wird und Ornithin entsteht bei der Abspaltung von Harnstoff aus Arginin. Beide sind an der Aktivierung des Wachstumshormons beteiligt, das Fett mobilisiert und zu Energie verbrennt.
Ornithin regt die Insulinausschüttung an und trägt dazu bei, dass es als muskelbildendes (anaboles) Hormon wirkt.
Der Körper kann es über die Nahrung aufnehmen oder selbst herstellen. Kritisch ist die Bedarfsdeckung während Schwangerschaft, im Säuglingsalter und in der Kindheit, ebenso bei Verletzungen, Verbrennungen und chronischen Erkrankungen.
Neben Arginin und Citrullin ist auch Ornithin ein Metabolit des Harnstoffzyklus. Eine Supplementierung von Ornithinaspartat ist eine bewährte und häufig durchgeführte Maßnahme bei Patienten mit Leberzirrhose. Diese Substanz führt zu einer deutlichen Besserung der Leberfunktion. Bei leichten Leberfunktionsstörungen kann eine Ornithinsupplementierung den Heilungsverlauf begünstigen. Ebenso wie Arginin kann Ornithin die Hypophyse zu einer verstärkten Sekretion von STH anregen, die aber nur bei ziemlich hohen Dosierungen zuverlässig nachgewiesen ist.
Erhöhter Bedarf bei: Körperwachstum, Stress, Schadstoffbelastung, Infektionsanfälligkeit, Verletzung, Verbrennungen, Diabetes, Arteriosklerose, Grünem Star, Krebs, Leistungssport...
Protein-Stoffwechsel: Im Harnstoff-Zyklus in der Leber hilft Ornithin, den Körper von überschüssigem Stickstoff zu befreien, der dann im Urin ausgeschieden wird. Ornithin reduziert den Ammoniak-Spiegel (Ammoniak ist ein Nervengift!)
Immunsystem: Arginin und Ornithin können die Produktion weißer Blutkörperchen anregen
Stickoxid: Zu Arginin verwandelt ist Ornithin wesentlich für die Stickoxid-Produktion, was zur Kontrolle der weißen Blutkörperchen beiträgt und zur Erweiterung der Blutgefäße (lässt das Blut besser fließen) sowie zur Neuronenübermittlung im Gehirn.
Hormone: Ornithin regt die Freisetzung der Hormone Insulin, Glucagon, Prolactin, Noradrenalin und Wachstumshormon an. Wachstumshormon hilft bei der Verbrennung von Fett und seine Umwandlung in Energie, es steigert die Widerstandskraft gegen Infektionen und regt Gewebeerneuerung und Wundheilung an. Es fördert die Eiweiß-Synthese für das Muskelwachstum und senkt den Harnstoffspiegel.
Krebs: Ornithin hat krebshemmende Eigenschaften
Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002
Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008
Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007